Von Süd nach Nord

Fischerhafen von Mui Ne.
Fischerhafen von Mui Ne.
Überdimensionierte Landstraße zu den russischen Hotelkomplexen.
Überdimensionierte Landstraße zu den russischen Hotelkomplexen.
Fisch. Reis. Garnitur?
Fisch. Reis. Garnitur?
Die Dünen von Mui Ne.
Die Dünen von Mui Ne.
Los gehts!
Los gehts!
Viel zu heiß.
Viel zu heiß.
Hirte mit Kühen vor Düne.
Hirte mit Kühen vor Düne.
Platten.
Platten.
Landestypische Fischerschalen.
Landestypische Fischerschalen.
Private Grillmeisterin in Nha Trang! Grill: Dachschindel über Kohle.
Private Grillmeisterin in Nha Trang! Grill: Dachschindel über Kohle.
Hoi An.
Hoi An.
White Rose: Hoi An Reisblatt-Dumpling.
White Rose: Hoi An Reisblatt-Dumpling.
Traditionelles Haus von Mr. Duc An.
Traditionelles Haus von Mr. Duc An.
Tango statt Tempo.
Tango statt Tempo.
Zweite Batterie leer...
Zweite Batterie leer...
Kleiner Tempel.
Kleiner Tempel.
Easy Rider.
Easy Rider.
Richtwerte zur Bestimmung der Fahrpreise von Kindern im Zug.
Richtwerte zur Bestimmung der Fahrpreise von Kindern im Zug.
Grabstette bei Hue.
Grabstette bei Hue.
Gruppenfoto!
Gruppenfoto!
In der Nähe von Hue...
In der Nähe von Hue...
In der Zitadelle von Hue.
In der Zitadelle von Hue.
Nachtzug nach Hanoi.
Nachtzug nach Hanoi.
Damen- nicht Herrentoilette.
Damen- nicht Herrentoilette.

Lange Fahrten in Sleeperbussen, drei Reihen Liegekojen in Stockbetten, lange staubige, ausgewaschene Straßen, lange Brücken über braune Flüsse und sumpfige Landstriche, lange Häuserzeilen voll im Bauboom mit unzähligen Bauarbeitern die in endloser Handarbeit ohne schweres Gerät Stein auf Stein setzen, lange Strände von Plastikmüll überzogen, der die Böschung runter gekippt wurde; lange Fahrten in Nachtzügen mit echtem Kontakt zum Vietnamesen, mit einem Hauch von Trockenfischgerüchen, Embryo-Hühnereiern, lauten Telefonaten im Schlafwagen, noch lauterem Schnarchen, Klimaanlagen als Weckruf für kurze kaltschweißige Erkältungen, lokalen Kaffeespezialitäten am Bahnhof, gemütlichen Regenschauern bei unbegründeten stundenlangen Stopps in der Prärie. Vier Stationen in acht Tagen: Mui Ne und die Dünen, Nha Trang und der wunderbare Grillabend,
Hoi An mit seinen alten Häuschen und traditionellen Spezialitäten, Hue und
die kaiserlichen Grabstätten im Regendampf.

An einem Morgen um sechs Uhr fahren wir von Hoi An mit einem Taxi eine halbe Stunde die Küste entlang zum Bahnhof in Da Nang, einige Abschnitte sind lose bewachsen und unberührt, daneben werden schon mal die Mauern fertig gestellt um die zukünftigen Resorts voneinander abzugrenzen, ein Golfplatz im Niemandsland wird eifrig bewässert, entlang der Reisfelder fahren ein paar Bauern auf ihren Fahrrädern ins Landesinnere. Dann beginnt der langgezogene breite Stadtstrand und es tummeln sich Hunderte, vielleicht sogar Tausende im Wasser, beim Fußball auf dem Sand, beim Badminton auf der Promenade, bei Gruppenaerobic auf den großgeschnittenen Tanzflächen zu rhythmischer Musik. Viele Frauen tragen Badeanzüge, keine engen Ganzkörperverhüllungen – die Sonne steigt als roter Ball noch schwach im Dunst über dem Meer auf – und schwingen sich mit ihren Kindern tropfend nass auf ihre Roller zurück in die Stadt, vorbei an Joggern, Gehern, sich dehnenden, kniebeugenden und armrudernden Freunden fröhlicher Leibesübungen.