Angkor

Angkor Wat
Angkor Wat
Gerempel im Tempel.
Gerempel im Tempel.
Elefantenrüssel.
Elefantenrüssel.
Ticketkontrolleur.
Ticketkontrolleur.
Ludwig Croftinger.
Ludwig Croftinger.
Gestern.
Gestern.
Heute.
Heute.

Mit dem Flieger von Bangkok direkt ins Tempel-Touri-Zentrum von Kambodscha ist ein echter Tapetenwechsel. Die Stadt Siem Reap liegt einen Steinwurf vom Tempelareal Angkor entfernt, hier sind alle Hotels, Restaurants und Bars. Und alle Agenturen und Tuk-Tuk-Fahrer, die uns nach Angkor bringen wollen und Führungen anbieten. Siem Reap ist vollkommen touristisch, das überrascht an dieser Stätte nicht, bietet viel westliche Küche und viel Fusion aller benachbarten Nationen an.

Von 1863 bis 1953 war Kambodscha unter französischem Protektorat (da Frankreich zu dieser Zeit schon Südvietnam kolonialisiert hatte, nicht entlohnte Arbeitsdienste inklusive). Französisch steht nach Khmer offiziell noch vor Englisch auf den allgemeinen Beschilderungen, Baguettes werden noch heute überall verkauft und man meint ein Übergewicht an Franzosen unter den Touristen auszumachen.

Zurück zum Hauptgrund: Angkor. Ein Riesenreich im 12. und 13. Jahrhundert, denn anschließend ging zügig alles unter. Die Region war von der Fläche größer als das heutige New York, mitten in den Urwald gebaut, die Wohnhäuser aus Holz und nur die Tempel- und Bildungseinrichtungen aus Stein und so zum Teil immer noch als Ruinen erhalten. Imposant zugewachsen, wild ineinander gepuzzelt um nicht vollends in sich zu fallen, mit majestätischer Ausstrahlung und unglaublicher Weitläufigkeit. Wir verbringen zwei Tage um die Tempel der stadtnahen Hauptanlage abzuklappern, einmal von früh morgens an mit dem Rad, einmal per nettem Tuk-Tuk-Fahrer – den wir in der Stadt aufgegabelt haben, anstatt dass dieser uns bequatscht hat, der kein Wort Englisch spricht und bei dem es sich irgendwie so anfühlt, als sei er auch noch nicht hier gewesen…?!
In Scharen strömen hier wieder mal die Chinesen in geführten Gruppen von Wat zu Wat, da drohen selbst die Räucherstäbchen der Mönche zu erlöschen, bei manch rauer Reisebetriebstemperatur.

Die Tempel waren eine Reise wert, die schwüle Hitze sogar gute Untermalung für das kleine Indiana-Jones-Abenteuer.