MONA in Hobart, Tasmanien

Fähre von Hobart zum Museum.
Fähre von Hobart zum Museum.
Andere Cats.
Andere Cats.

David Walsh hat aufgrund systemischer Strategien in allen Casinos der Welt ordentlich abgesahnt und seiner Heimatstadt eine fette Art Gallery beschert. Mit allem drum und dran: coole Fähre, beeindruckendes Gebäude – ein halb unterirdischer Bunker in den Sandstein am Wasser gehauen –, eigene kleine Brauerei, eigenes kleines Weingut, Restaurant, Bars, Festivals. Nun sammelt er kreuz und quer Kunst (nennt sich Museum for Old and New Art), vieles aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und dem restlichen Europa, einiges kennt man schon als studentische Arbeiten oder aus Kassel. Er versucht mit installierter menschlicher Scheiße zu polarisieren, die Leute lieben es und rennen ihm die Bude ein, die Tasmanier platzen fast vor Stolz über ihr MONA, wie Uli Hoeneß über seinen FC Bayern. Das Museum macht wirklich Spaß, die Stimmung unter den Besuchern ist fröhlich, es wird über Kunst gelacht, die Räume sind allerdings teilweise recht überbevölkert. Das schläfrige Tasmanien lebt nun ganz anders auf, das Amt für Tourismus versteht die Welt nicht mehr und startet Umfragen.

Das MONA hat einen guten iPod-Guide ohne die Eingabe von Nummern, dafür mit automatischer Ortung des Besuchers im Raum. Wem an dieser Stelle Hobart zu weit ist, fährt nach Frankfurt (Oder), im Kleist-Museum gibt’s das auch!

MONA