Amazonas, Peru

Im Hintergrund die Wohnanlage.
Im Hintergrund die Wohnanlage.
Trinkwasser in Tüten aufgrund der Transportwege zu Fuß.
Trinkwasser in Tüten aufgrund der Transportwege zu Fuß.
Sozusagen das Haustier neben Papageien und Tucan.
Sozusagen das Haustier neben Papageien und Tucan.
Zum 40sten?
Zum 40sten?
Piranha: frisch geangelt.
Piranha: frisch geangelt.
José und ein Touri.
José und ein Touri.
Am Amazonas.
Am Amazonas.

Auf der peruanischen Seite wurden wir von unserem neuen Guide José empfangen. Der Steg hatte eine kleine Hütte in der zwei junge Frauen mit Kindern wohnten, hier wurden die großen Rucksäcke verstaut und für zwei Nächte schnell das Wichtigste in die kleinen gepackt.
Dann steigt man bei 36 Grad und 98% Luftfeuchtigkeit in eine lange Hose und kniehohe dicke Gummistiefel, sprüht sich mit Mückenspray ein, dass so aggressiv ist, dass kurz die ganze Haut rot leuchtet und brennt (sehr gesund), die Sonne knallt und es ist absolut windstill. Der Trampelpfad zum Reserve ist zwei Kilometer lang, was durch den Wald, mit viel tiefem Schlamm, vielen Stopps für Erklärungen über Bäume, Pflanzen, Vögel, Schmetterlinge, Käfer, Spinnen und Affen anderthalb Stunden dauert.
Die kleine Pfahlhäuser-Siedlung liegt, mit überdachten Holzstegen verbunden, an einem kleinen See. Es gibt ein paar «Doppelzimmer»-Kabinen, viele Stockbettgruppenzimmer, Speiseräume und einen Steg auf den See, an dem eine handvoll Bötchen liegen. Es ist noch eine weitere westliche Großfamilie da, plus für die erste Nacht, eine kolumbianische Schulklasse um die 14 Jahre, was den Wald und die Tiere des Reserve ordentlich auf Trab hält!
Man verbringt viel Zeit in den vielen Hängematten. Das Essen ist sehr gut, wir müssen uns daran gewöhnen dass es zwischen den Mahlzeiten nichts gibt außer Wasser und Saft. Wir paddeln über den See, schauen uns einen Baum an und gehen wieder in die Hängematten. Nach dem Abendessen machen wir im Stockdunkeln eine Nachtfahrt mit dem Boot über den See, sehen ein Krokodil und José fängt einen Vogel in einem Busch mit bloßer Hand.
José spricht langsames Spanisch, kommt aus einem Nachbardorf, ist vielleicht mitte 40, immer am Basteln, Fischen, Machen und liebt seine Machete. Wir angeln erfolglos, José tut eher so, als sei es wirklich schwer, fischt aber immer schnell hinter unserem Rücken kleine Piranhas, um uns die Zähne und Farben zu zeigen. Dann schmeißt er sie wieder ins Wasser. Genau dahin, wo den drei Skandinavierinnen versichert wurde, dass sie jederzeit gut schwimmen können.
Die Kids sind abgewandert. Am nächsten Morgen machen wir uns auch auf Richtung Fluss und Steg, diesmal geben wir Stoff, das freut José und er erzählt auch nicht nochmal vom heilenden Baum mit den roten Wurzeln (sobald man im Wald stehen bleibt, hat man einen Haufen Moskitos um sich herum, man hört dann mit wedelnden Armen «hochkonzentriert» zu). Unsere großen Rucksäcke sind noch da!